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Arbeit für Menschen mit seelischer Erkrankung

Zentrale Aufgabe unserer Fachwerkstatt für Menschen mit seelischer Erkrankung ist es, die Chancen auf einen beruflichen (Wieder-) Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen und eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben – auch im Rahmen der Werkstatt – sicher zu stellen. Indem wir das individuelle Leistungsvermögen beachten, tragen wir zu höherer Lebenszufriedenheit und Lebensqualität bei, beeinflussen den Krankheitsverlauf und dessen Bewältigung positiv und fördern bestehende Handlungskompetenzen. Um die spezifischen Bedürfnisse/Anforderungen seelisch erkrankter Erwachsener zu erfüllen, ermöglichen wir im Arbeitsalltag größtmögliche Autonomie und Selbstbestimmung.

Um die Chancen zum Einstieg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen, unterstützen und fördern wir Maßnahmen zum Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Dies geschieht v.a. durch eine intensive Begleitung von Einzelaußenarbeitsplätzen bei regionalen Unternehmen, Einüben von Mobilität, Bewerbungstraining sowie personenzentrierte Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Betriebliche und unternehmensweite Belange/Interessen werden diesem Angebot explizit untergeordnet. Dabei ist es möglich, dass Außenarbeitsplätze als das individuell höchst erreichbare Maß an Normalität auf Dauer angelegt sind. Die Beschäftigten bleiben bei diesem Modell langfristig unter dem organisatorischen Dach der Fachwerkstatt, können sich in Voll- oder Teilzeitarbeitsplätzen aber inklusiv auf dem ersten Arbeitsmarkt bewegen.

Zur Förderung individueller Stärken und Kompensation krankheitsbedingter Defizite arbeiten Menschen mit unterschiedlichen psychiatrischen Befunden in einer Arbeitsgruppe. Das dortige Arbeitsangebot ist auf die Art und Schwere der Erkrankung, die unterschiedliche Leistungsfähigkeit und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten/-wünsche sowie der Eignung und Neigung der Beschäftigten abgestellt. Neben einfachsten Anforderungen an die Arbeitsausführung – z.B. in präpsychotischen Phasen – reicht das Spektrum bis hin zu komplexen Arbeitsabläufen mit Qualitätsverantwortung. In einem dialogischen Prozess wird das individuell jeweils optimale Anforderungsniveau erarbeitet, um die prophylaktische Wirkung von Arbeit umfassend zu nutzen. Ergänzend zum Arbeitsangebot können innerhalb der Arbeitszeit und im Rahmen unseres internen Bildungsmarktes weitere Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wahrgenommen werden. Sind weitere Therapieformen notwendig, unterstützen wir bei der Suche oder erweitern unser internes Angebot.

Personenkreis:

Wichtigstes Kriterium für eine Aufnahme in unsere Fachwerkstatt ist eine ärztlich diagnostizierte psychische Erkrankung – unabhängig von deren Ursache.
Einschränkend haben wir jedoch folgende Ausschlusskriterien festgelegt:

      • Es liegt eine akute behandlungsbedürftige Psychose oder akute stoffgebundene Suchterkrankung vor
      • Es wird eine dauerhafte medizinische Behandlungspflege benötigt
      • Trotz einer der Erkrankung angemessenen Betreuung ist eine erhebliche Selbst- oder Fremdgefährdung zu erwarten
      • Das Ausmaß der erforderlichen Betreuung oder Pflege lässt ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung dauerhaft nicht zu

Daneben gelten eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen zur Aufnahme in Werkstätten, die im Vorfeld einer möglichen Aufnahme geklärt werden.

Standort:

Den Arbeitsbereich unserer Fachwerkstatt für Menschen mit seelischer Erkrankung finden Sie in der Werner-von-Siemensstraße 33-35 in 83301 Traunreut. Eine weitere Gruppe befindet sich in unserer Südwerkstatt in Traunstein-Haslach, Mühlgasse 18.

Ansprechpartner:

Frank Boda
Betriebsleitung

Für Fragen rund um eine gewünschte Aufnahme wenden Sie sich bitte an:
Julia Mayer

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