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Verabschiedung von Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes

Verabschiedung von Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes

In der CLW wurden die diesjährigen Praktikanten verabschiedet von Gerhard Ameiser (Vierter von links) und Geschäftsführer Dr. Jens Maceiczyk (Vierter von rechts). Foto: mix

Bericht und Foto: Pia Mix – Traunreuter Anzeiger

Traunreut. In den Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten (CLW) GmbH waren in den vergangenen Monaten Praktikanten aus mehreren Ländern beschäftigt, die diese Woche verabschiedet wurden. Sie absolvierten in unterschiedlichen Bereichen der CLW den Bundesfreiwilligendienst, kurz Bufdi. Beim Abschied von den Werkstätten betonten sie, dass die Arbeit und der Umgang mit den Menschen mit Behinderung ihnen persönlich viel gebracht habe, und bedauerten, dass die Zeit mit ihnen schon vorüber ist.

Insgesamt waren in der Südwerkstätte in Traunstein drei, in der Nordwerkstätte in Traunreut fünf und in Oderberg ein Praktikant beschäftigt. Sie kommen aus verschiedenen Ländern und haben unterschiedliche berufliche Vorstellungen. Als „Bufdi mit Flüchtlingsbezug“ kam Mohammed im vergangenen September in die CLW. Für ihn war alles hier völlig neu und er lernte in diesem Jahr sehr viel, unter anderem auch die deutsche Sprache. Der 18-Jährige ist nun auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. „Es war echt Hammer. Ich werde die Leute sehr vermissen“, betonte Ashleigh, die ein Vorpraktikum für ihre Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin absolvierte. Dass die Zeit „wahnsinnig schnell“ vergangen ist, stellte Irina aus der Ukraine fest. Sie nutzte das Praktikum auch, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, und will sich auf jeden Fall weiter im sozialen Bereich betätigen. Aus Traunreut kommt Luca, der die Sozialpflegeschule in Traunstein besucht und im Blockpraktikum immer wieder in der CLW war. Er wollte eigentlich in die Altenpflege gehen und gab zu, gewisse Vorbehalte in Bezug auf die Arbeit mit Menschen mit Behinderung gehabt zu haben. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier so gut klar komme. Es war eine tolle Erfahrung. Jederzeit wieder“, erklärte er.

CLW Geschäftsführer Dr. Jens Maceiczyk verabschiedete die Praktikanten und dankte ihnen für ihren Einsatz. Auch er wisse, dass es eine gewisse Hemmschwelle vor dem Umgang mit Menschen mit Behinderung gebe: „Umso mehr freut es mich, dass immer wieder junge Leute den Weg zu uns finden.“ Und die Erfahrung zeige, dass diese ihre Vorurteile rasch abbauen, wenn sie sehen, was in den Werkstätten gemacht wird und wie viel Dank sie von den Betreuten zurückbekommen. „Es stellt einen Mehrwert für beide Seiten dar, für unsere Einrichtung und für die Praktikanten, die hier für ihr Leben lernen“, so Dr. Maceiczyk.

Dieses Mal waren weniger Praktikanten bei der CLW als in manchem Vorjahr, stellte Betreuer Gerhard Ameiser fest. Für das nächste Praktikanten-Jahr ab September lägen aber wieder mehr Bewerbungen vor und der Anteil deutscher Bufdis sei höher. Zwei Plätze sind im Moment noch frei.                          – mix

 

 

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