Schüler zu Gast in den Chiemgau-Lebenshilfe-Werkstätten

Schüler zu Gast in den Chiemgau-Lebenshilfe-Werkstätten

Schüler des Chiemgau Gymnasiums arbeiteten Seite an Seite mit Menschen mit Behinderung in den Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten.Foto: mix

Schüler des Chiemgau Gymnasiums arbeiteten Seite an Seite mit Menschen mit Behinderung in den Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten. Foto: mix

Traunreut/Traunstein. Schüler der siebten Klassen am Traunsteiner Chiemgau Gymnasium besuchten Anfang der Woche die Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten in Traunreut. Sie machten sich dort ein Bild davon, welche Arbeiten von den Menschen mit Behinderung verrichtet werden, und halfen auch selber in einzelnen Gruppen mit.

Das Chiemgau-Gymnasium wählt in jedem Schuljahr ein Jahresthema, mit dem sich Schüler und Lehrer abseits des vorgegebenen Lehrplans beschäftigen. „Ehrenamt/Engagement“ ist das aktuelle Thema und es werden immer wieder mal soziale Einrichtungen in der Region besucht. Gleichzeitig sollen die Jugendlichen die Möglichkeit haben, einmal in eher untypische Berufe reinzuschnuppern. So machten sich die Mädchen mit technischen Arbeiten vertraut und die Buben lernten soziale Tätigkeiten in Altenheimen und im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung kennen.

50 Buben der siebten Klassen waren aus diesem Grund an zwei Tagen in den Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten, wo sie neben und mit den Beschäftigten arbeiteten. Sie konnten sehen, welche Tätigkeiten diese Menschen dort ausüben und was sie trotz Behinderung doch alles können. Gerhard Ameiser von der CLW kam außerdem in die Schule nach Traunstein und informierte in einem Kurzvortrag über die Werkstätten sowie die unterschiedlichen Arten von Behinderung der Beschäftigten. „Diese Aktionen sollen helfen, Vorbehalte abzubauen. Schließlich kann es jedem von uns jederzeit passieren, dass er von einer Behinderung betroffen ist oder damit konfrontiert wird“, erklärt Gerhard Ameiser, der das Projekt „eine ganz tolle Sache“ findet.

Die Schüler legten ihre anfängliche Scheu rasch ab und fügten sich in die Gruppen gut ein. „Für viele von ihnen war das eine völlig neue Begegnung mit Menschen mit Behinderung. Mit ihnen kommen sie sonst nicht in Kontakt“, stellte Sebastian Schaubert fest, Religionslehrer am Chiemgau Gymnasium und Koordinator der zwei Tage. Die Buben hätten sich durchwegs sehr positiv zu dem Erlebten geäußert und großes Interesse gezeigt.       Traunreuter Anzeiger/Bericht vom 10.03.2016, Pia Mix