Verabschiedung ausländischer Praktikanten

Verabschiedung ausländischer Praktikanten

Frau Mix/Traunreuter Anzeiger berichtet über die Verabschiedung ausländischer Praktikanten, die ein Jahr in den CLW tätig waren. Die Verabschiedung fand am 6. Juli 2016 in der Nordwerkstatt, Bodelschwinghstraße 2, 83301 Traunreut statt.

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Die verabschiedeten Praktikanten (von links) Carina Bischof, Fahreta Alagic, Edis Jakupovic, Sabrina Deusch, Ivan Shokhin. Foto: mix

Traunreut/mix. In den Chiemgau Lebenshilfe Werkstätten (CLW) GmbH waren in den vergangenen sechs beziehungsweise zwölf Monaten Praktikanten aus unterschiedlichen Ländern beschäftigt, die diese Woche verabschiedet wurden. Sie absolvierten in unterschiedlichen Bereichen der CLW den Bundesfreiwilligendienst, kurz Bufdi, oder ein freiwilliges soziales Jahr. Beim Abschied von den Werkstätten betonten sie unisono, dass die Arbeit und der Umgang mit den Menschen mit Behinderung ihnen persönlich viel gebracht habe und eine wertvolle Erfahrung sei.
Die Praktikanten kommen aus verschiedenen Ländern, haben unterschiedliche berufliche Vorstellungen. Sabrina Deusch beispielsweise absolvierte als Bufdi ein halbes Jahr im Berufsbildungsbereich der Werkstätten und war dort vor allem in Hauswirtschaft und Küche tätig, wo sie teils in Eigenverantwortung die Menschen mit Behinderung anleitete und in die Tätigkeiten einwies. Für sie war dieses Engagement eine gute Überbrückung bis zum Studium, das sie im Herbst starten möchte. „Ich wollte auf jeden Fall was Soziales machen und es hat mir menschlich total viel gebracht“, betonte sie. Carina Bischof, im freiwilligen sozialen Jahr vor allem in der Einzelbetreuung einer Dame tätig war, kann das nun beendete Praktikum für ihre anstehende Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin verwenden. Sie wird auch weiterhin für Menschen mit Behinderung tätig sein. Als „Russlandbeauftragter“ war Ivan Shokhin die letzten Monate eine wertvolle Hilfe. Der aus Russland stammende Bufdi konnte neben seiner Tätigkeit in der Werkstätte Landsleuten helfen und bei Neuaufnahmen dolmetschen. Für ihn war interessant, wie in Deutschland im sozialen Bereich gearbeitet wird. Er strebt eine Ausbildung zum Altenpfleger an und will, wenn er irgendwann wieder in sein Heimatland zurückkehrt, die hier gewonnenen Erkenntnisse in Russland einbringen. Edis Jakupovic aus Bosnien dagegen hat ganz andere Ziele, er will eine Ausbildung zum Elektriker machen. Dennoch sei dieses Jahr bei der CLW für ihn persönlich sehr wertvoll gewesen: „Ich sehe die Menschen mit Behinderung jetzt mit anderen Augen, habe gelernt, sie so zu nehmen, wie sie sind.“ Und ihm fiel auf: „Sie sind immer so fröhlich und glücklich, viel mehr als ich.“
Ulrike Reitelshöfer dankte ihnen im Namen der CLW für ihren Einsatz und betonte, sie alle seien eine Bereicherung gewesen, hätten wichtige Aufgaben übernommen und das Personal hervorragend unterstützt. „Und wir haben versucht, ihnen etwas von unserer inneren Haltung und unserem Leitbild mitzugeben“, betonte die pädagogische Gesamtleitung der CLW.