Was zeichnet Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus?

Was zeichnet Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus?

Was zeichnet Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus?

Einmalig: Recht auf Teilhabe.

Werkstätten ermöglichen Menschen mit schweren oder Mehrfachbehinderungen die Teilhabe an der Arbeitswelt. Darauf haben Menschen mit Behinderungen in Deutschland ein gesetzlich verankertes Recht. Das ist eine bedeutende Errungenschaft und in dieser Form einmalig. Die Werkstätten machen die Ausübung dieses Rechts erst möglich.

Arbeit in Werkstätten ist immer freiwillig.

Die Beschäftigung in einer Werkstatt ist für die meisten Menschen mit Behinderungen der richtige Ort. Sie kommen freiwillig in eine Werkstatt, fühlen sich dort wohl und wertgeschätzt.

Werkstattbeschäftigte: Viele Rechte, weniger Pflichten.

Im Arbeitsbereich anerkannter Werkstätten steht nicht nur die Leistung im Vordergrund. Menschen mit Behinderungen haben dort alle Schutzrechte von Arbeitnehmer*innen, aber nicht deren Pflichten. Sie haben zum Beispiel Anspruch auf Urlaub, Mutterschutz oder das Recht auf Teilzeit, können jedoch nicht gekündigt oder abgemahnt werden und haben keine Leistungsverpflichtung. Sie stehen in einem arbeitnehmerähnlichen Rechtsverhältnis. Insgesamt bedeutet dies, dass der Leistungsdruck in einer Werkstatt im Vergleich zum allgemeinen Arbeitsmarkt deutlich geringer ist.

Mehr Informationen: Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V.